Das Zierfischverzeichnis
 
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Die Weißpünktchenkrankheit oder Grießkörnchenkrankheit

Der Erreger:

Ichthyophthirius multifiliis, ein Ciliat (Wimperntierchen) von bis zu 1,5 mm Größe und daher mit dem bloßen Auge erkennbar, nistet sich in der Schleimhaut des Fisches ein. Wenn er ausgewachsen ist, fällt er zu Boden und bildet dort eine feste Schale. In dieser Schale beginnt er sich zu teilen (bis zu 1000 mal), bis die Hülle aufbricht und die sogenannten Schwärmer entläßt. Diese Schwärmer befallen dann die Fische und der Kreislauf beginnt von vorne.

Das Krankheitsbild:

Der Fisch hat an den Flossen beginnend weißliche Pusteln von etwa 1 mm Größe. Bei stärkerem Befall sieht der Fisch aus wie mit Grieß bestreut, daher auch der Begriff “Weißpünktchen-” oder “Grießkörnchenkrankheit”. Bei sehr starkem Befall können die Pünktchen zu einer gelblichen Fläche zusammenwachsen. Die Fische scheuern sich und versuchen so den Parasiten los zu werden. Oft atmen sie auch heftig und zeigen ein deutliches Unwohlsein. Mit fortschreitender Krankheit werden die Fische apathisch und magern ab.

Die Behandlung:

  1. ohne Medikamente
    Ichthyophthirius ist ein Schwächeparasit, der bevorzugt gestresste und geschwächte Fische befällt. Daher sollte man zunächst für optimale Haltungsbedingungen sorgen und somit das Immunsystem der Fische stärken. Ein leichter Befall mit Ichthyophthirius ist so oft ohne Medikamente zu bekämpfen.:
    Da die Schwärmer nach etwa 3 Tagen ohne Wirt absterben kann man bei leichtem Befall die Fische in einem extra Aquarium behandeln und nach einigen Tagen wieder ins alte Aquarium zurücksetzen. Das Hauptstadium dauert je nach Temperatur bis zu 20 Tage, daher wird beim Ausbruch von Ichthyophthirius empfohlen die Temperatur im Aquarium auf 30 - 34 Grad zu erhöhen. Diese Maßnahme hilft auch gegen die Schwärmer, die bei hohen Temperaturen absterben. Dabei darf die Temperatur nur langsam erhöht werden und sollte dann mindestens 10 Tage so hoch bleiben.
    Dabei ist auf eine gute Sauerstoffversorgung und auf das Verhalten der Fische zu achten. Treten Probleme auf muß die Behandlung abgebrochen werden. Dazu muß man auch beachten, daß nicht alle Fische diese hohen Temperaturen vertragen. Bei Arten, die Salz gut vertragen kann man auch mit Salzbädern in einem extra Gefäß behandeln. Hierzu löst man 10-15 g Salz pro Liter Wasser und setzt die Tiere 20-30 Minuten ein. Dies dann 2x im Abstand von 2-3 Tagen wiederholen. Dabei immer die Tiere beobachten und sobald starkes Unwohlsein oder gar “umkippen” zu bemerken ist, die Behandlung sofort abbrechen. Eine Behandlungsmethode mit Salz im Haltungsbecken hat Renate Husman auf ihrer Seite sehr gut beschrieben.

  2. mit Medikamenten
    Es gibt im Handel Medikamente der verschiedenen Hersteller gegen Ichthyophthirius. Der Wirkstoff ist in der Regel Malachtitgrün oder Machalitgrünoxalat. Dieser Wirkstoff ist sehr lichtempfindlich, daher sollte auch wenn es auf der Packung nicht extra angegeben ist, während der Behandlung die Beleuchtung abgeschaltet werden. Die Dosierung erfolgt nach Herstellerangabe des jeweiligen Medikamentes. Einige Medikamente enthalten Kupfer, welches von Wirbellosen nicht vertragen wird. Wenn man diese Tiere im Aquarium hat, sollte das verwendete Medikament kein Kupfer enthalten, oder die Tiere müssen für die Zeit der Behandlung in ein anderes Aquarium umziehen. Alternativ ist es auch möglich sich Malachitgrünoxalat im Laborfachhandel oder der Apotheke zu besorgen.
    Dosiert wird dann wie folgt: 1 g Malachitgrünoxalat in 1 l Wasser auflösen und davon 3-4 ml auf 100 l Wasser.
    Die Behandlung dann noch 3x mit je 1 Tag Pause und der halben Dosis wiederholen. Bei sehr starkem Befall sollte auch bei den Folgebehandlungen die volle Dosis verwendet werden. Auch beim Einsatz von Medikamenten ist es ratsam die Temperatur zu erhöhen um den Entwicklungszyklus des Parasiten zu beschleunigen. Da die Entwicklungsdauer der Schwärmer etwa 20 Tage beträgt, sollte man die Behandlung nach 20 Tagen wiederholen.

Mehr Informationen dazu hier:
Medikamente für Aquarienfische

Autor: Elke Weiand

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