Das Zierfischverzeichnis
 
Forum | Galerie | Linkdatenbank | Presse | Ihre Meinung | Impressum | Sitemap

Die Zucht von Zierfischen

Dieses Thema sollte meines Erachtens für jeden Aquarianer von Interesse sein, da man sich doch als Aquarianer an der Schönheit und Vielfalt der Wassertiere und -Pflanzen erfreut.

Leider ist es noch so, daß viele Zierfische und Wasserpflanzen aus der Natur entnommen werden, da sich nicht oder nur sehr schwer nachgezüchtet werden können, ohne daß die Auswirkungen untersucht wurden. In einigen Fällen, sind die Aquarienarten in der Natur schon vom Aussterben bedroht, wie die Haibarbe oder einige Bettaarten (Kampffische)!

Ich denke, daß das kein Tierfreund will. Aus diesem Grund mache ich darauf aufmerksam, wenn bei einigen Arten noch keine Nachzuchten gelungen sind, oder die Nachzucht so aufwendig ist, daß es (vorerst) einfacher und billiger ist, die Tiere aus der Natur zu entnehmen - ungeachtet der Folgen! So sind inzwischen sogar schon einige Zierfische in der Natur ausgestorben!

Wenn man dennoch eine solche Art halten möchte, sollte man sehr sorgsam mit den Tieren umgehen, um ihnen ein langes und artgerechtes Leben zu ermöglichen - mit dem Ziel, daß sich Nachwuchs einstellt. Dazu müssen aber grundlegende Kenntnisse der Aquaristik vorhanden sein!

Ich persönlich frage meinen Händler, wo die Tiere herkommen und kaufe nur noch möglichst in der Gegend nachgezogene Tiere, auch wenn sie etwas teurer sind. So unterstütze ich hiesige Nachzuchten und weiß, daß die Tiere keine langen Wege hinter sich bringen mußten, bei denen ein Großteil der Fische stirbt (während des Transportes oder kurz danach). Dazu kommt noch der Vorteil, daß sie dann meist an das örtliche Leitungswasser besser gewöhnt sind.

Ein nicht von der Hand zu weisender Vorteil bei Hobbynachzuchten ist (wenn man dran kommt), daß die Tiere mit weniger Antibiotika aufwachsen (was bei (meist östl.) Massennachzuchten durchaus Praxis ist) und zum Teil interessante (Brutpflege-) Verhaltensweisen nicht verloren gegangen sind, was ebenfalls bei vielen Massennachzuchten offensichtlich leider der Fall ist - als Beispiele sind hier wohl der normalerweise brutpflegende Skalar und der Schmetterlingsbuntbarsch zu nennen. (einige Zuchtstämme fressen ihre Jungen, obwohl es bei diesen Arten ein ausgeprägtes Brutpflegeverhalten gibt!) Letztendlich muß das aber jeder mit seinem Gewissen vereinbaren.

Wenn man selbst gezielt züchten will, sei es zur Erhaltungszucht, oder weil man ein anderes züchterisches Ziel verfolgt, sollte man sich vorher intensiv (!) mit der Vererbungslehre auseinandersetzen, um mögliche genetisch bedingte Schäden zu minimieren, nur Zuchtziele verfolgen, die nicht zu Qualzuchten führen und einen Abnehmer für die Fische haben, damit man nicht am Ende wegen Überbesatz seine Zucht aufgeben muß.

Zusätzlichen sollten auch technische und chemische Vorraussetzungen geschaffen sein, damit die Zucht gelingen kann. Das bedeutet in der Regel Zuchtbecken (keine Ablaichkästen) und eine Aufzuchtstation, da viele Arten Laichräuber sind, die ihre Jungen fressen.

Ihre Anika Börries

 

Weiter führende Links:

Fischbörsen für private Nachzuchten:
www.meine-fischboerse.de und www.nachzuchten.de

Und noch was zu den Mendel'schen Vererbungsgesetzen:
auf dieser Seite -> Vererbung
und auf der Seite der Uni Hamburg -> www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d08/08a.htm

 

zurück
top
vorwärts

Soweit nicht anders gekennzeichnet, liegt das Urheberrecht seit 2001 für Texte und Graphiken bei Anika Börries. Verstöße werden verfolgt!
www.aboerri.es - www.zierfischverzeichnis.de - galerie.zierfischverzeichnis.de - links.zierfischverzeichnis.de - www.zfv-forum.de