Das Zierfischverzeichnis
 
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Bitterling / Bitterfisch / Schneiderkarpfen

Rhodeus sericeus (Pallas, 1776)


Synonyme: Cyprinus sericeus Pallas, 1776;
Rhodeus amarus sericeus (Pallas, 1776);
Rhodeus sericeus sericeus (Pallas, 1776);
Rhodeus sericeus sinensis Günther, 1868;
Rhodeus mantschuricus Mori, 1934

Stamm: Chordatiere (Chordata)
Klasse: Fische (Pisces)
Ordnung: Karpfenähnliche (Cypriniformes)
Unterordnung: --
Familie: Karpfenartige (Cyprinidae)
Unterfamilie: Bitterlinge (Acheilognathinae)
Größe: 6 - 9 cm
Erreichbares Alter: ca. 5 Jahre*
Geschlechts-
unterschied:
M zur Laicheit bunter
Ersteinführung einheimische Art
Futter: Allesfresser, Lebend- und Trockenfutter
Aquarium: min. 60 cm (ca. 54 - 63 l)
Beckenbereich: --
Sozialverhalten: Schwarmfisch (ab 10 Tiere)
Nachzucht: Laicht in Teich- oder Malermuschel
Bemerkung: In Deutschland vom Aussterben bedroht
Europa nördl. d. Alpen außer Skandinavien und Groß Britanien
Herkunft: Asien und Europa nördl. d. Alpen außer Skandinavien und Großbritannien
Biotop: Teiche und langsam fließende Gewässer mit Muschelpopulationen
Temperaturen: 15 - 24°C
pH-Wert: 6,5 - 7,4
Gesamthärte: < 10°
Karbonathärte: --

Durchschnittliche Preise im Handel:
Preise im Ø von 1,30 € bis 2,30 € (bei 7 Einzelpreisen)*
(Zuchtform und Größe können sich auf den Preis auswirken, diese Angaben dienen nur als grobe Orientierung! In Einzelfällen (Wildfänge, bes. Zuchtformen etc.) können die Preise auch deutlich anders liegen!)

Bitterlinge brauchen ein dicht bepflanztes Aquarium mit reichlich freiem Schwimmraum oder einen Teich.

Um sich erfolgreich fortzupflanzen brauchen Bitterlinge eine Teichmuschel. So besteht die Schwierigkeit der Haltung auch hauptsächlich in der Pflege der Muscheln, auf die die Tiere angewiesen sind.

Ist eine Muschel da (manchmal reicht auch eine Attrappe), kommen die Tiere rasch in Laichstimmung. Dann legt das Weibchen seine Eier mit Hilfe einer Legeröhre in das Atemloch einer Teich- oder Flußmuschel, woraufhin das Männchen seinen Samen ins Wasser abläßt, der dann von der Muschel eingeatmet wird und so zu den Eiern gelangt.

Weibchen mit Legeröhre(Das Bild rechts zeigt ein Weibchen mit Legeröhre.)

Die Jungfische verlassen die Muschel erst, wenn sie schwimmfähig sind. So wie die Bitterlinge die Muscheln für eine erfolgreiche Vermehrung brauchen, brauchen die Muscheln die Bitterlinge. Die Larven der Teichmuschel heften sich in den Kiemen fest und werden so mit ausreichend Nahrung versorgt und vor Freßfeinden geschützt. Man kann also von einer echten Symbiose sprechen.

Männchen im BalzkleidLeider wird der Europäische Bitterling zunehmend von seinem asiatischen Vetter, der häufiger in den Zoohandlungen angeboten wird und in die freie Natur gelangt, verdrängt. Daher sollte man versuchen, die europäische Variante zu verstärkt zu züchten (Nicht in der Natur fangen!), denn in einigen Gewässern (z.B. dem Bodensee) hat die asiatische Variante die Europäische bereits vollkommen verdrängt.

(Das linke Bild zeigt ein kapitales Männchen vor einer Teichmuschel.)

Bilder: Anika Börries

 


Unterarten / Zuchtformen:

R. sericeus sericeus (im Balzkleid)

 

Weiterführende Literatur:

Tönsmeier, D. (1989), Einheimische Fische im Aquarium

 

Weiterführende Links (extern!):

Vom Bitterling und der gemeinen Teichmuschel Nie ohne Muschel! Der Bitterling (NABU-Hessen)
Arbeitskreis Kaltwasserfische und Fische der Subtropen  

 


Diese Artbeschreibung wurde am 15.07.2007 aktualisiert. Die verwendeten Quellen sind in der Bibliographie aufgeführt. Bei Fragen melden Sie sich bitte im Forum. (Bitte die Art angeben!)

 

* Mitmachen!

Wenn Sie was zu den Statistiken (erreichtes Alter inzwischen verstorbener Exemplare oder den Preisen) beitragen möchten, können Sie sich hier eine Tabelle runterladen, die Sie dann bitte entsprechend ausgefüllt an mich zurückschicken oder Sie schicken mir einzelne Peise einfach per E-Mail direkt zu. Die ausgewerteten Daten in einer Übersichtstabelle kann bei mir erfragt werden. (In der Adresszeile "_at_" durch "@" ersetzen)

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