Das Zierfischverzeichnis
 
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Skalar / Segelflosser

Pterophyllum scalare (Schultze in Lichtenstein, 1823)


Synonyme: Zeus scalaris Lichtenstein, 1823;
Platax scalaris Cuvier, 1831;
Pterophyllum dumerilii (Castelnau, 1855);
Plataxoides dumerilii Castelnau, 1855;
Pterophyllum altum (non Pellegrin, 1903);
Pterophyllum eimekei Ahl, 1928;
Pterophillum eimekei Ahl, 1928

Stamm: Chordatiere (Chordata)
Klasse: Fische (Pisces)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Lippfischartige (Labroidei)
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Cichlasomatinae
Größe: 15 cm
Erreichbares Alter: ca. 15 Jahre*
Geschlechts-
unterschied:
Sehr schwer zu erkennen (Bei der Paarung an der Genitalpapille)
Ersteinführung 1909 durch Siggelkow
Futter: Allesfresser, der tierische Kost bevorzugt (er ist ein bisschen gefräßig, dem man aber nicht nachgeben sollte, da er sonst eingeht!)
Aquarium: min. 100 cm (ca. 200 l)
Beckenbereich: mitte (zwischen langstiligen Pflanzen)
Sozialverhalten: Paar- oder Gruppenhaltung
Nachzucht: Haftlaicher, die Eltern beshützen normalerweise das Gelege und die Jungen
Bemerkung: Brutpflegeverhalten bei vielen Nachzuchten verloren gegangen.
mittlerer Amazonas
Herkunft: Bassin des Amazonas, in den Flüssen Perus, Kolumbiens und Brasiliens, entlang des Ucayali, Solimões und Amazonas; Flüsse von Amapá, Brasilien, Rio Oyapoque in Französisch-Guayana; Fluß Essequibo in Guyana; ohne die Schwarzwasserflüsse Rio Negro, Rio Casiquare und Orinoco
Biotop: Verkautete ruhige Gewässer grösserer Flüsse und Seen
Temperaturen: 25 - 30°C
pH-Wert: 5 - 7,5
Gesamthärte: < 15°
Karbonathärte: < 10°

Durchschnittliche Preise im Handel:
Preise im Ø von 1,00 € bis 7,70 € (bei 99 Einzelpreisen)*
(Zuchtform und Größe können sich auf den Preis auswirken, diese Angaben dienen nur als grobe Orientierung! In Einzelfällen (Wildfänge, bes. Zuchtformen etc.) können die Preise auch deutlich anders liegen!)

SkalarPterophyllum scalare ist die am weitesten verbreiteste und am meisten nachgezüchtete Skalarart. Daneben gibt es noch P. altum (Hoher Segelflosser) und P. dumerilii (P. leopoldi), die sich durch ihre Körperform (P. altum ist wesentlich höher und hat eine stark ausgeprägte Sattelnase) und durch ihre etwas andere Zeichnung unterscheiden, wesentlich empfindlicher gegen Krankheiten sind und daher definitiv keine "Anfängerfische" sind. Oft werden jedoch hohe Segelflosser angeboten, bei denen es sich um "Rio-Negro-Altum" oder "Peru-Altum" handelt [Nutrafin Aquatic News 3/04]. Zu kühle Haltung dankt allerdings keine der Arten, weil die Tiere sonst kümmern.

Von der Beckengrundfläche wären auch 80 cm-Aquarium denkbar, aber ihre Höhe ist zu gering, da Skalare schnell eine Höhe von 25 cm erreichen können und dann der Schwimmraum knapp wird. Bepflanzen sollte man das Aquarium auch mit reichlich Vallisnerie und Echinodoris-Arten, weil sich die Tiere gerne darin verstecken.

Man sollte diese Fische nur mit mittelgroßen Arten vergesellschaften, da kleine Fische, wie z.B. Neonsalmler, gerne als Speiseplanerweiterung angesehen und verspeist werden, es sei denn sie wachsen mit ihnen auf, was aber sehr risikoreich ist.

SkalarEine gute Gesellschaft wäre der Flaggenbuntbarsch, mit dem der Skalar zusammen vorkommt. Flossenzupfende Fische, wie es viele Barbenarten sind, sollten nicht mit ihnen vergesellschaftet werden, da diese die langen Brustflossen der Skalare anknabbern, was für den Skalar sehr schmerzhaft ist.

Da die Geschlechter sehr schwer zu unterscheiden sind, sollte man sich, wenn man züchten will, einen Trupp von mehreren Tieren anschaffen, in dem sich die Paare selber finden können. Dies geschieht meist in einem Alter von ein bis eineinhalb Jahren. Danach bilden Skalare Reviere und sollten, wenn das Aquarium nicht sehr groß ist, dann von ihren anderen Artgenossen getrennt werden, um Revierstreitigkeiten zu vermeiden. Rivalisierende Männchen können laute, knarrende Töne von sich geben, die sie mit den Kiefern erzeugen.

Die Eier legen die Fische gerne auf einem geputzten Blatt oder ähnlichem ab und bewachen das Gelege in der Regel (bei Tieren aus Fischfarmen kann dieses Verhalten verloren gegangen sein und die Eier oder die Jungfische werden gefressen).

Unterstützt von Guido Kox,
Bilder: Anika Börries, Sven Maas, Michael

 


Unterarten / Zuchtformen:

Unterarten:

P. scalare - aus dem mittleren und unteren Amazonas
P. scalare - "Peru Altum"
P. scalare - "Rio Negro Altum"

Zuchtformen (Beispiele):

Rotrückenskalaer:
Wildform mit roten Rücken und Schulterpatien aus dem Rio Manacapuro.
Blauer Skalar:
Die Flossen und der Körper sind überwiegend hellblau gefärbt.
Die Iris kann rot sein.
Geisterskalar:
Graue Grundfarbe der Tiere mit schwarzen Pupillen und roter Iris.
Goldkopfskalar / Gelbkopf-Perlenskalar:
Goldene Grungfarbe und glänzenden Schuppen am ganzen Körper. Die Stirn ist vom Maul bis zum Ansatz der Hartstrahlen in der Dorsale gelb/orange mit hellblauen Bauchflossen. Die Pupille ist schwarz und die Iris der Stirnfarbe angepasst.
Goldskalar
Goldstreifenskalar:
Albinoform des wilden Skalars mit roten Pupillen und weißen (statt schwarzen) Streifen auf goldenem Grund.
Halbschwarzer Skalar:
Dieser sieht bis zur Körpermitte dem Wildfarbenskalar sehr ähnlich, ist aber ab dann schwarz.
Koi-Skalar:
mehrfarbige Tiere (Orange, Gelb, Braun und Weiß) mit kontrastreichen schwarzen Flecken.
Marmorskalar:
Variierende Fleckenzeichnung auf silbernen Grund, meist mit rot-schwarzen Augen.
Rauchskalar:
ähnlich dem Wildskalar nur mit einer Querbinde mehr auf grauem Grund, am Rücken dunkler.
Rotkopf-Marmorskalar:
ähnlich dem Mamorskalar, nur mit auffallend rotem Kopf.
Schwarzer Skalar:
seltene Züchtung, die mehr oder weniger gleichmäßg schwarz gefärbt ist.
Zebraskalar:
ähnlich dem Wildskalar nur mit einer Querbinde mehr auf silbrigen Grund. Er kann eine grünliche Färbung auf den Kiemendeckeln aufweisen.

 

Weiterführende Literatur:

Eliás, J.; Podvensky, F. (2002), Skalarzucht; In: Aquaristik Fachmagazin Nr. 163, S. 10 ff.

Paepke, H.-J. (2002), Pterophyllum - die Geschichte eines alten Namens; In: Aquaristik Fachmagazin Nr. 163, S. 4 ff.

Staeck, W. (2002), Die natürlichen Lebensräume des Skalar; In: Aquaristik Fachmagazin Nr. 163, S. 6 ff.

 

Weiterführende Links (extern!):

www.segelflosser.de  
www.skalare.de.vu  

 


Diese Artbeschreibung wurde am 09.01.2007 aktualisiert. Die verwendeten Quellen sind in der Bibliographie aufgeführt. Bei Fragen melden Sie sich bitte im Forum. (Bitte die Art angeben!)

 

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